Einen guten Abend Leute,
eigentlich ist der Erste Tripp nach Italien in der letzten Märzwoche geplant gewesen.
Viele geleistete Überstunden haben mich dazu bewegt ganz spontan eine Woche Urlaub einzuschieben.
Ja, da ich nicht der Typ bin der gerne seine freie Zeit zuhause verbringt wurde kurzerhand das Wetter via Internet gecheckt und siehe da Sonnenschein bei 12 Grad. Perfekt dachte ich. LOL
Da es sich bei dem von mir befischten Gewässer um ein sehr flaches handelt, habe ich mit einem Wassertemperaturanstieg auf 8 Grad gehofft. Was schon recht erfolgsversprechend sein kann.
Leider war der Urlaub so spontan, dass ich keine Begleitung gefunden habe. Deshalb entschloss ich mich auch mein Karpfentackle einzupacken um vielleicht "Bernadetto" (29,3 kg) oder einen anderen der gewichtigen Kollegen zu überlisten. Falls die Karpfen aktiv sein sollten.
Die Reise begann am Sammstag nachts um 1:00 Uhr als der Wecker klingelte und ich das gewärmte Bett sammt meiner Freundin den Rücken kehren musste. Verschlafen und völlig unmotiviert machte ich mir einen starken Kaffe, der für die nächsten Stunden erst einmal reichen musste.
1:30 Uhr begann ich die Reise in das 650km entfernte Dörfchen um wenigstens Aale kaufen zu können, falls die Brassen als Köder nicht beißen sollten.
Die Aale konnten ohne Probleme gekauft werden. 13 Stück für 28 EUR zwar nicht ganz billig, aber die 35 EUR Maut bei der Hinfahrt ist auch nicht ohne.
Doch was war mit dem Wetter los?? 3 Grad Ausentemperatur und Nebel?!
Da es bereits mein 6ter Tripp an dieses Gewässer war, konnte ich im Vorfeld einen Abschnitt auswählen der gut zu befischen war und einige besonders Große exemplare beherbergt.
Doch die Fahrt zum Angelplatz war nach 400 Meter plötzlich zuende. Es schien so als wäre ein Loch in die Straße gerissen worden....
...Es war also kein durchkommen.
Das Auto war diesem Gelände nicht gewachsen, deshalb entschloss ich mich einen anderen Abschnitt abzusuchen...................
............................................noch einen Abschnitt abzusuchen.....
............................................um schließlich noch einen Abzuklappern. Mittlerweile ist es 11 Uhr geworden, der Magen knurrte, und keinerlei anzeichen von befisch baren Plätzen. Ein Albtraum, den wir leider dort schon öfters erleben durften.
Mit den Nerven am Ende entschloss ich mich wieder an die erste Stelle zu fahren um mein Auto direkt vor dem Loch zu parken. Und mein Tackle ca. 50 Meter das Tackle zu schleppen. So entschied ich mich in einer Kurfe zu fischen, bei der ich einen sehr großen Bereich abfischen konnte ohne die Fische mit Schnüren zuzuspannen.
Nachdem ich das Camp aufgeschlagen, das Boot aufgeblasen habe wurden 3 Wallerruten eben mit Aalen bestückt und ausgebracht.
Sammstag 15 Uhr und endlich beim Fischen.... neben mir waren noch 2 Italiener am Karpfenfischen noch eben kurz rübergeschaut etwas small talk und noch 1Packung Boilies verschenkt. Jetzt konnten die Fische beißen.
Abendessen mit allem was gut ist.
Wiener Schnitzel mit einem kühlen Bier und nem Kaffee damit könnt ich überwintern.
Man sieht sehr gut an den Klamotten und den "Rötungen" es war wirklich nicht warm.
Die Wassertemperatur betrug leider auch nur noch 6 Grad und das fallend, da die Außentemperatur nur noch 2 Grad betrug.
Der Tag dauerte nicht wirklich lange, zu erschöpft von den Strapazen legte ich mich schlafen. Die Schreie zahlreicher Nutria's weckten mich mehrmals so konnte ich auch ab und an das Zelt via. Zeltheizung aufheizen.
Die Nacht verging ohne Aktivitäten, lediglich ein Aal hat sich an der Knochenmontage verheddert. (Ob er wohl aus dem kalten Wasser wollte??!?)
Wieder viel zu schnell verging der Tag. Etwas Feedern um es mit einem Brassen auf Waller zu versuchen war eben gar nicht mal so einfach.
Selbst den Brassen war es zu kalt.
Erst nach etlichen Stunden konnte ich ein gebührendes Exemplar überlisten.
Welch Ironie, ich bin ein wahren Fan von kleinen Wallerköder.
Aber Egal. Ausprobieren heißt die Diviese.
Die Nacht brach herrein, die Temperaturen sanken immer weiter....
Von Siluro keine Spur. Kuschlig warm war es auch nicht im Schlafsack, wegen der extremen Nebelbildung und der Feuchtigkeit.
Am dritten Morgen gab es erst mal richtig männliches Frühstück, denn "ohne Mampf, kein Kampf"
Mati's Riesenspiegelei für den kleinen Hunger.
Der Tag wurde mit einer kleinen erkundungstour verbunden. Leider gibts es auch etliche "Fleischfischer", die auch vor großen Wallern nicht halt machen.
Das letzte, sorry Jungs.
Die dritte Nacht verging, wie gewohnt ohne Biss. Aus diesem Grunde, und aus dem Grund der immer weiter sinkenden Temperaturen brach ich den Tripp am 4ten Tag ab und tratt den Nachhauseweg an.
Um 10 Uhr habe ich angefangen abzubauen.
Pünktlich um 13:15 Uhr stieg ich ins Auto und fuhr richtung Norden.
19:45 Uhr fuhr ich in die Einfahrt vor dem Haus.
Ich war glücklich wieder zuhause zu sein.
Der Tripp nach Italien im Januar war eine sehr wertvolle Reise für mich, alleine das Gewässer und die Gegebenheiten zu dieser Jahreszeit kennenzulernen ist für meinen Erfahrungsschatz "goldwert".
Zuhause angekommen eben noch das Welstackle aufgeräumt ne Nacht im Bett gepennt.
Ging die Tour auch schon weiter, diesmal zum Karpfenfischen in heimischen Gewässern.
Bedauerlicherweiße betrug die Wassertemperatur nur noch 5 Grad und der Wetterfrosch kündigte Schnee an.
Urlaub, der Grund warum ich Arbeiten gehe....
...in vollen zügen Genießen.
Balaced Hookbait, Belachen Stick Mix dran, Besoakte Micro Pellets mit etwas Thunfisch und Boilies auf dem Platz und schon kanns los gehen.
Man(n) merkt ich bin ein Vollblutkarpfenangler.
Der Erfolg lies nicht lange auf siche warten, vor dem Schneesturm konnte noch drei Fische den Weg in den Kescher finden.
Zwei Stunden nach dem Fotoshoot begann der Schneefall. Meine Freundin kam mich besuchen und wir konnten die Nacht gemeinsam beim Fischen verbringen.

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Nicht über die Hallo Kity Swinger diskutieren, ja wir Karpfenfischer haben einen an der Klatsche.
Ich sitze hier und schreibe diese Zeilen, aus dem Fenster blickend ist alles mit einer Schneedecke überzogen. Viele Gewässer sind bereits wieder zugefrohren.
Froh darüber bin ich diese eine Woche effektiv beim fischen verbracht zu haben.
In diesem Sinne
Tight Lines and pull the big one out.
Euer Mati